Das Telefon in der Birke
(ab 10 Jahre)

dtv, München 2025
ISBN
9783423641265
Kartoniert, 208 Seiten, 18,00
EUR
Klappentext
Aus dem Amerikanischen von Birgitt Kollmann. "Menschen, die du liebst, wirst du nie verlieren."Ayla und ihre beste Freundin Kiri waren schon immer Baummenschen. Jede von ihnen hat ihren Lieblingsbaum, in dem man sie am ehesten antrifft. Aber nach einem Unfall in ihrer Straße ist Kiri so weit weg, dass Ayla nur noch in ihrer Birke warten kann und sich danach sehnt, wieder mit Kiri zusammen zu sein. Dann taucht eines Morgens ein geheimnisvolles, altmodisches Telefon auf, mitten in den Ästen von Aylas Birke. Wo kommt es plötzlich her? Und warum tauchen Leute auf, die ihre geliebten Menschen anrufen? Vor allem diejenigen, die bereits verstorben sind. Alles, was Ayla will, ist, dass Kiri nach Hause kommt. Und sie wird auf keinen Fall einen Anruf mit diesem Telefon machen.
BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (
Info)
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.07.2025
Ein eindrückliches Buch über Freundschaft und Trauer liest Rezensent Fridtjof Küchemann. Alison McGhee erzählt von Ayla, deren beste Freundin Kiki von einem Auto überfahren wurde und gestorben ist, was Ayla allerdings nicht wahrhaben will. Sie glaubt, dass Kiki, mit der sie vieles, vor allem auch zwei Lieblingsbäume verbindet, an ihrem Geburtstag wieder zurückkommen wird, erzählt Küchemann. In einem dieser Bäume, einer Birke, taucht dann ein Zaubertelefon auf, um das sich allerlei kleine Geschichten spinnen. Besonders beeindruckend findet Küchemann, wie authentisch es McGhee gelingt, die Weltsicht eines trauernden Mädchens den Lesern zu übermitteln. Dass liege nicht zuletzt an der gelungenen Übersetzung Birgitt Kollmanns. Insgesamt ergibt das ein ausgezeichnetes Buch über Trauer und Erinnerung, so der Rezensent.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 22.03.2025
Merklich berührt ist Rezensent Fritz Göttler von diesem Kinderbuch der amerikanischen Autorin Alison McGhee, die ihm hier die Geschichte der zehnjährigen Ayla erzählt, die auf ihre eigene Weise versucht, mit dem Unfall-Tod ihrer besten Freundin Kiri zurechtzukommen. Im Mittelpunkt der Erzählung stehen dabei Bäume, von denen die Autorin fasziniert scheint, wie uns der Kritiker verrät: Ayla und Kiri sind nach Bäumen benannt, zur Geburt der Kinder wurden ebenfalls Bäume gepflanzt, erfahren wir. Ayla, die den Tod ihrer Freundin verdrängt und von Alpträumen geplagt wird, lernt erst langsam, den Tod der Freundin zu akzeptieren, auch, weil plötzlich ein altes Telefon in der zu ihrer Geburt gepflanzten Birke hängt, mit dem Hinterbliebene ihre Toten anrufen können. Die Mischung aus "Naivität und Raffinesse", mit der McGhee davon erzählt, findet Göttler bewundernswert.