Sara Lundberg

Der Vogel in mir fliegt, wohin er will

Ab 10 Jahren
Cover: Der Vogel in mir fliegt, wohin er will
Moritz Verlag, Frankfurt am Main 2024
ISBN 9783895654640
Gebunden, 128 Seiten, 18,00 EUR

Klappentext

 Aus dem Schwedischen von Friederike Buchinger. Berta wächst zu Beginn des 20. Jahrhunderts im ländlichen Norden Schwedens auf. Alles in ihr sträubt sich gegen ein vorbestimmtes Leben auf dem Bauernhof. Frei will sie sein wie ein Vogel und studieren, was sie liebt: Die Malerei. Doch ihr Vater ist dagegen und ihre Mutter, die sie versteht und unterstützt, stirbt. Berta ist verzweifelt, aber gleichzeitig fühlt sie tief in sich eine starke Kraft, die sie handeln lässt. "Der Vogel in mir fliegt, wohin er will" ist ein Buch über Trauer, Sehnsucht, Kompromisslosigkeit und die Kraft der Fantasie, die alles verändern kann. Die Geschichte basiert auf dem Leben der schwedischen Malerin Berta Hansson (1910-1994).

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 23.11.2024

"Lebensgeschichte, Kunstgeschichte, Familien- und Freundschaftsgeschichte" - das alles ist Sara Lundbergs Kinderbuch für Rezensentin Christine Knödler. Und darüber hinaus eine inspirierende Künstlerinnenbiografie, nämlich von der schwedischen Malerin Berta Hansson, die Anfang des 20. Jahrhunderts in ärmlichen Verhältnissen aufwuchs. Lundberg nimmt gekonnt Motive und Stil von Hanssons expressionistischer Kunst auf und variiert sie in ihren Illustrationen mit eigenen Einfällen. Berührend ist die Geschichte der kleinen Berta, die lieber zeichnet, als die Kühe zu melken und ihrer kranken Mutter selbstgemachte Tontauben schenkt, findet die Kritikerin. Toll, dass Lundberg diese Malerin aus der Vergessenheit holt, die sich später aus den prekären Verhältnissen hocharbeitete und einen "künstlerischen Höhenflug" hinlegte. 

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 25.10.2024

Sara Lundberg beschreibt Kunst mit Kunst, erklärt Rezensentin Judith von Sternburg - genauer gesagt: In "Der Vogel in mir fliegt, wohin er will" erzählt Lundberg die Geschichte eines Mädchens, das genau weiß, was es will, und ihren Willen auch durchsetzt, gegen alle äußeren und inneren Widerstände. Malen will sie, und das kann sie. Ihr Name ist Berta Hansson. Sara Lundberg wird in ihrem Bilderbuch zur Porträtistin, der schwedischen Malerin, die von 1910 bis 1994 lebte. Dafür orientiert sie sich in ihrer Erzählung an Briefen und Tagebucheinträgen der Künstlerin, in ihren Illustrationen an deren Bildern. In feinen, bunten Aquarellen und Collagen, die immer wieder überraschende Perspektiven eröffnen, greift sie Hanssons Stil auf, macht ihre Sicht auf die Welt nachvollziehbar. Wie gut ihr das gelingt, ohne die Künstlerin je zu kopieren, findet von Sternburg sehr beeindruckend - das ist Kunst!

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 02.10.2024

Begeistert bewegt sich die Rezensentin Katrin Hörnlein durch die Bilderlandschaft dieses feinen Werkes, das zugleich das Porträt einer großen Künstlerin und ein Kunstwerk für sich ist. Die schwedische Malerin Sara Lundberg lässt hier die Geschichte der schwedischen Expressionistin Berta Hansson in Bildern erzählen. Eine mutige Annäherung, denn Bilder von Bildern können schnell zu billigen Kopien oder trügerischen Wegweisern werden, sagt Hörnlein. Doch es geht um mehr als ein Künstlerporträt. Lundberg illustriere einen regelrechten Kulturkampf, denn Hansson habe sich erst aus ihrem bäuerlich-patriarchalischen Familienkontext lösen und dem väterlichen Gegenwind trotzen müssen, und diese "Emanzipationsgeschichte" verfolgt Hörnlein mit großem Interesse. Spannend findet die Rezensentin außerdem, wie Lundberg mit diesem Buch selbst ihren Status als Schaffende, als Künstlerin, als Schöpferin befragt. Schließlich kann Hörnlein dieses Buch von "unglaublicher Vielfalt und Ausdruckskraft" nicht genug empfehlen.

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