Aus dem Spanischen von Peter Kultzen. Francisco de Quevedo, genialer Poet und berüchtigter Rauf- und Trunkenbold, befindet sich auf der Flucht vor der spanischen Justiz, als er in Rom auf den italienischen Maler Caravaggio trifft. Eine gemeinsam durchzechte Nacht endet im Streit, und um seine Ehre wiederherzustellen, fordert Quevedo den Künstler heraus - doch nicht zu einem Duell mit Waffen, sondern zu einer Tennispartie, die zur Metapher wird für den Wettstreit der beiden Supermächte der Spätrenaissance: Italien und Spanien. Ein furioser Zweikampf mit weitreichenden Folgen.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 26.09.2015
Bei Eberhard Geisler hinterlässt Álvaro Enrigues Roman leider einen unbefriedigenden Eindruck. Nicht dass der Rezensent nicht ahnt, wovon im Buch die Rede ist - die parallel geführten Stränge der Handlung, die ein Tennismatch zwischen dem spanischen Dichter Francisco de Quevedo und Caravaggio in Rom anno 1599 sowie die Eroberung Mexikos durch Hernán Cortés zum Thema haben, vermag er sogar theoretisch miteinander in Verbindung zu bringen. Der Autor allerdings nimmt die von Geisler erwartete Gegenüberstellung zweier bedeutender, die Moderne antizipierender Geister aus der Übergangszeit von der Renaissance zum Barock gar nicht vor. Bei Enrigue gelangt Quevedo leider nicht aus dem Schatten des Genies Caravaggio heraus, meint der Rezensent enttäuscht.
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