Mit einem Nachwort von Elisabeth Bronfen. Der amerikanische Bürgerkrieg (1861-1865) hat Ambrose Bierce entscheidend geprägt. Er war Teilnehmer und damit Zeuge eines der ersten modernen Kriege des Industriezeitalters. Lakonisch, aber nicht gleichgültig berichtet er von seinen schrecklichen Erlebnissen. Die Erzählungen zeigen prägnant, welche seelischen Zerstörungen die totale Gewalt auf den Einzelnen ausübt. Mit den "Geschichten aus dem Bürgerkrieg" beginnt der Elster Verlag mit der Wiederveröffentlichung der vierbändigen Ambrose-Bierce-Ausgabe, die von Gisbert Haefs herausgegeben wurde.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 05.05.2012
Ambrose Bierce' "Geschichten aus dem Bürgerkrieg", die jetzt in einer Neuauflage vorliegen, haben Thomas Hermann tief beeindruckt. Sie vermitteln für ihn eine Nahaufnahme des amerikanischen Bürgerkriegs, ein schonungsloses Bild der Schlachten, die in all ihrer Grausamkeit gezeigt werden. Er attestiert dem Autor, auf Polemik und die Abstraktion des Historikers zu verzichten, um den Blick statt dessen auf das Konkrete zu richten und zu fragen, was der Krieg mit den einzelnen Menschen, den Familien macht. Als "Nachttischlektüre" ist das Werk nach Ansicht Herrmanns denkbar ungeeignet. Er sieht darin eine "Radikalkur" gegen jede Schönfärberei des Kriegs. So großartig er Bierce' Geschichten findet, so durchwachsen scheint ihm die Neuauflage. Er lobt das Vorwort von Elisabeth Bronfen und die Entscheidung, den Text "Was ich in Shiloh sah" in den Band aufzunehmen. Die Übersetzung der Geschichten hat ihn indes nicht immer überzeugt. Insgesamt hätte er sich vom Verlag mehr "verlegerische, herausgeberische und übersetzerische Eigenständigkeit" gewünscht.
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