Mit Illustrationen von Inbal Leitner. Deutschland 1938: Liselotte, Leon, Minna und Hildegard sind eng befreundet. Nichts kann die Verknöpften, die mit Freundschafts-Armbändern verbunden sind, trennen. Doch in der Zeit vor dem Krieg ist nichts, wie es war. Von Woche zu Woche verändert sich das Leben von Liselotte und den anderen immer mehr. Hildegard, die als Einzige nicht die jüdische Schule besucht, darf ihre beiden Freundinnen und ihren Freund nicht mehr treffen. Nach einer dunklen Novembernacht ist sogar die Schule geschlossen. Und Liselotte hört von einem Schiff, mit dem Minna und ihre Eltern wegfahren …
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 28.06.2021
Rezensentin Franziska Augstein möchte die ersten Seiten des Buches, die im Rigaer Ghetto spielen, überschlagen. Dann erst beginnt Andrea Behnkes Geschichte von vier Freunden im Bochum des Jahres 1938, die Augstein ausnahmslos fesselt, weil sie von den Auswirkungen des Antisemitismus im Dritten Reich ganz lebensnah anhand der Verwerfungen im Alltag der Kinder erzählt, wie sie erläutert. Der wahre Kern der Geschichte ist dabei nicht so wichtig, scheint Augstein zu finden. Bedeutsamer erscheint ihr die gefühlsmäßige Verbindung, die der Text zu seinen jungen Lesers herstellt.
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