Zwei junge Leute im Osten Berlins. Dort, wo die Stadt sich schick gemacht hat - und teuer wird. Paul, der Musik machen will, hat sich als Hausmeister für den "Mogul" verdingt, dem nicht nur dieser Laden gehört. Linda, Pauls Freundin, hat ihr Studium geschmissen, ein Kind bekommen und kellnert wieder in einem Café. So kommen sie über die Runden, zumal Pauls Eltern aushelfen können. Nun erleben beide, Linda und Paul, eine magische Nacht: getrennt. Wirklichkeit und Traum berühren sich. Und es geht natürlich um alles. Auch um das Glück.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.05.2022
Kevin Hanschke legt sich ins Zeug, um Andreas Montags "spezifisch ostdeutsche" Coming-of-Age-Story zu empfehlen. Irgendwie scheint er sich ziemlich wohlgefühlt zu haben mit den beiden Protagonisten, einem jungen Paar der ersten Nachwendegeneration im Prenzlauer Berg, ihren Problemen und Enttäuschungen. Die Mieten steigen, die Jobs werden knapp, die Beziehung bröckelt, und man fährt mit der Klampfe im Gepäck an die Ostsee und singt Bob Dylan. Hanschke scheint das zu kennen. Ebenso das Setting des Buches zwischen Storkower Straße und Prenzlauer und die melancholische Atmosphäre, die den Rezensenten an "Paul und Paula" erinnert. Als ostalgische Ode an die Liebe und Berlin funktioniert der Text für Hanschke prima.
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