Herausgegeben von Marianne Flüeler-Grauwiler. Mit zahlreichen, meist farbigen Abbildungen. Der Esstisch ist seit jeher ein wichtiger Ort des privaten, freundschaftlichen und öffentlichen Zusammenseins. Als Plattform für die Mahlzeit gliedert er den Tagesablauf der Gemeinschaft und führt diese in periodischen Abständen zusammen. Dabei war und ist das Instrumentarium der Tafel, die Inszenierung der Nahrung auf dem gedeckten Tisch immer ein Spiegel der wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und mithin politischen Gegebenheiten. Anhand von zahlreichen Bildern geht diese Kulturgeschichte den Veränderungen nach, die vom Spätmittelalter bis heute ihren Niederschlag in der Ausstattung des gedeckten Tischs gefunden haben. Dabei konzentriert sich der Blick auf das einzelne Objekt.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 30.01.2002
Alice Vollenweider ist hingerissen von dieser Geschichte der Tafelkultur. Sie attestiert dem Schweizer Autor, seines Zeichens Kunsthistoriker und Koch, dass er sein Thema "fruchtbar" bearbeitet hat. Sie preist den "Prachtband" mit 500 Abbildungen als "lehrreiches Vergnügen" und bestaunt wortreich die Tischsitten, die sich aus den Illustrationen verschiedener Epochen herauslesen lassen. Besonders für seine "exakten" Bildunterschriften bekommt Morel ein dickes Lob, und die Rezensentin findet es zudem besonders gelungen, dass der Autor für Einzelthemen über historische Besonderheiten jeweils Experten zu Hilfe gerufen hat, die in "knappen und informativen Beiträgen" Wissenswertes beisteuern.
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