Die Welle ist da, bevor man sie sieht und nichts ist mehr, wie es war. Ein Paar pflückt Muscheln auf den Granitfelsen von Feunteun Aod in der Bretagne, als unvermittelt eine mächtige Brandungswelle vor den beiden aufsteigt. Véro wird unwiederbringlich ins offene Meer hinausgetragen, der Mann überlebt wie durch ein Wunder. Und genau das ist sein Problem. Die körperlichen Verletzungen lassen sich kurieren wie aber das Schicksal des Überlebenden annehmen? Ein Jahr nach dem Unfall reist der Zurückgebliebene erneut in das kleine bretonische Küstendorf. Hier will er Abschied nehmen, sich mit dem Meer und sich selbst versöhnen. Die Dorfbewohner helfen ihm dabei ebenso wie sein Freund Max, der sich eine ganz besondere Therapie für ihn ausgedacht hat.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 31.07.2014
Bewegt hat Rezensentin Andrea Lüthi den neuen, nun unter dem Titel "Zwischen zwei Wassern" erschienenen Roman von Andreas Neeser gelesen. Sie folgt einem Geografie-Lehrer, der ein Jahr nach dem Tod seiner Ehefrau zurück an die bretonische Küste kehrt, wo seine Frau im Meer umgekommen ist. Die Kritikerin erlebt in Neesers intensiven und berührenden Bildern, wie der Verlorene versucht, sein Seelenleben, aber auch die Natur zu ergründen. Ebenso poetisch wie klar hat Neeser einen wunderbaren, ergreifenden Roman über eine verlorene Liebe, aber auch das Verhältnis von Mensch und Natur geschrieben, schließt die Rezensentin.
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