Ullstein Verlag, Berlin 2026
ISBN
9783550204470 Gebunden, 336 Seiten, 24,99
EUR
Klappentext
Aus dem Englischen von Gabriele Kempf-Allié. Sei rebellisch, das Leben kriegt dich so oder so Tully und James, der eine bereit für das Leben, der andere offen, sich von seinem Freund mitreißen zu lassen, wachsen in den Achtzigern in einer schottischen Kleinstadt auf. Einer Stadt ohne Perspektiven und Zukunft, mit vorgezeichneten Lebensläufen und Schicksalen. Die Musik ist ihnen Zuflucht und Ausweg, Manchester im Jahr 86 ihr Mekka. Ein Wochenende lang spielen dort ihre Heroen, Bands wie The Smiths, New Order oder Joy Division. Mit ihrer Clique ziehen die beiden durch die Clubs, getragen von den Riffs der Gitarren, der Magie des Fortseins von zu Hause und von einem Rausch, wie nur die Jugend ihn kennt. Dreißig Jahre später erhält James einen Anruf. Es ist Tully. Er hat Neuigkeiten. Und er hat eine letzte Bitte. Maifliegen setzt der Euphorie der Jugend ein Denkmal, und ist zugleich eine bewegende Reflexion über Freundschaft und die Zerbrechlichkeit des Lebens.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 30.04.2026
In der krisenreichen Thatcher-Zeit in einer schottischen Kleinstadt setzt Andrew O'Hagans neuer Roman ein, weiß Rezensent Rainer Moritz: Jimmy und Tully sind gerade erwachsen geworden, hassen das Establishment und lieben Indiemusik. Ein Konzert von The Smiths wird zwischen Sex, Alkohol und großen Freiheitsgefühlen mit für Moritz zu großer Ausführlichkeit geschildert, bis der zweite Romanteil dann 2017 spielt und Tully Krebs bekommt. Die Frage, ob er Sterbehilfe in Anspruch nehmen möchte und was die Krebsdiagnose für seine Freundschaften bedeutet, findet der Kritiker zwar prinzipiell interessant und auch mitreißend, insgesamt ist ihm das Buch aber zu "unentschlossen."
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