Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 09.12.1999
Wer nach dem Exotismus des Orients lechzt, kommt hier nicht auf seine Kosten. Aber wissenschaftlich umständlich kommt der Essayband der am Afro-Asiatischen Institut Graz arbeitenden Herausgeberinnen auch nicht daher, schreibt Monika Carbe. Vielmehr lobt sie ausdrücklich die Vielzahl der Perspektiven der Autorinnen, die alle aus verschiedenen islamisch geprägten Ländern stammen wie Cherifa Magdi aus Ägypten, Seema Kazi aus Indien und die engagierte Schriftstellerin Taslima Nasrin aus Bangladesh. So unterschiedlich die Herangehensweisen der neun hier versammelten Autorinnen sind, heben sie doch alle die Notwendigkeit einer verbesserten Bildung und Ausbildung der Frauen "zwischen Maghreb und Indonesien" hervor. Ein gründliches Buch jenseits von Klischees und Rollenfestschreibungen, meint Monika Carbe.
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