In deutscher und englischer Sprache. Matriarchale Gesellschaften sind egalitär und zeichnen sich durch nicht-hierarchische Sozialstrukturen aus. Ihre wirtschaftlichen Werte basieren auf Ausgleich und Solidarität, private sowie politische Entscheidungen werden stets im Konsens getroffen. Somit ist das Matriarchat alles andere als die bloße Umkehrung des Patriarchats. Die Matriarchin als Oberhaupt der Familie gibt Anweisung und Rat. Dabei hat sie keine Befehlsmacht inne, sondern genießt vielmehr eine natürliche Autorität. Für diese Rolle benötigt sie Intelligenz, Führungstalent, integrative Fähigkeiten sowie ökonomische, politische, familiäre und spirituelle Kompetenzen. Die Fotografin Maria Haas versammelt Fotodokumentationen aus China, Indien und Indonesien in dem eindrücklichen Bildband Matriarchinnen.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 05.02.2021
Rezensentin Eva Hepper ist hingerissen von Maria Haas' Bildband, in dem die österreichische Fotografin Einblicke in matriarchalisch organisierte Völker in China, Indien und Indonesien liefert. In "bezaubernden", von Zitaten und kleinen Texten begleiteten Bildern, die die Matriarchinnen in ganz verschiedenen Situationen zeigen - umringt von Familie, einzeln, bei der Feldarbeit oder "chillend" auf der Veranda - wird der Rezensentin die Verbundenheit und die gerade nicht hierarchische Struktur dieser Gemeinschaften deutlich. Auch das Vorwort von Christian Schlatter sowie der "exquisite" Druck und die liebevolle Gestaltung des Bands begeistern Hepper.
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