Aus dem Amerikanischen von Henriette Zeltner-Shane. Der 17-jährige Maverick weiß aus bitterer Erfahrung: Man ist verantwortlich für die eigene Familie. Als Sohn eines Vaters, der im Knast sitzt, dealt er für die King Lords, damit er und seine Mutter über die Runden kommen. Das Leben ist zwar nicht perfekt, aber seine Freundin und sein Cousin Dre machen es erträglich. Doch als Mav erfährt, dass er Vater geworden ist, steht seine Welt Kopf. Sein Sohn Seven ist vollständig auf ihn angewiesen. Schnell begreift Mav, dass er nicht alles unter einen Hut bekommt: den Schulabschluss zu machen, sich um Seven zu kümmern und zu dealen. Der Ausweg: auszusteigen aus dem Gangleben. Doch die King Lords lassen keinen der ihren einfach so ziehen. Und als ein wichtiger Mensch in Mavericks Leben ermordet wird, steht er vor einer Zerreißprobe zwischen Verantwortung, Loyalität und Rache ...
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 22.01.2021
Rezensentin Sylvia Schwab findet Angie Thomas' Coming-of-Age-Story um einen jungen Schwarzen in den 1990ern in den USA glaubwürdig und spannend. Was passiert, wenn das eigene Leben keine Chance bietet, man sie aber zu nutzen entschlossen ist, erzählt Thomas laut Schwab mit fesselndem Slang-Sound, viel Musik und einer Energie, die direkt von ihrem Helden zu kommen scheint. Die Geschichte um Drogen, Mord und wie man auf die schiefe Bahn gerät wirbt dabei laut Schwab nicht für Entschuldigung, aber für Verständnis.
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