Indem sich das Imperium Romanum aus einer Gemeinde am Tiber zum Weltreich entwickelte, entstanden in Wechselwirkung mit diesem Prozeß Strukturen und Institutionen des staatlichen Handelns, die die Beherrschung dieses Raumes erst möglich machten. Entstehung, Aufbau und Arbeitsweise der römischen Verwaltung sowie ihre sukzessive Veränderung lassen sich an einem Aufgabengebiet, das für den Zusammenhalt des Reiches von fundamentaler Bedeutung war, besonders gut verfolgen: an Transport und Nachrichtentransfer des Staates.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.07.2001
Insgesamt scheint Uwe Walter dieses Buch recht informativ zu finden, besonders weil die Autorin hier dezidiert auf den 'cursus publicus' eingeht, der "immer wieder als 'Staatspost' oder 'Kurierdienst' missverstanden worden ist", so der Rezensent. Kolb habe hier deutlich aufgezeigt, um welch ausgetüfteltes Infrastruktursystem es sich dabei handelte und "systematisch und handbuchartig (...) alle relevanten Aspekte des Themas" beleuchtet. Besonders spannend findet Walter dabei die Ausführungen der Autorin darüber, wie anfällig dieses System war gegen Missbrauch und das "menschliche Fehlverhalten". Zwar bemängelt der Rezensent an der Passage, in der es um die Finanzierung des cursus publicus geht, eine Unstimmigkeit. Doch insgesamt tut dies seinem positiven Gesamteindruck offenbar nur wenig Abbruch. Besonders gefällt ihm auch, dass die Autorin im Schlusskapitel eine "übersichtliche Zusammenstellung der aussagekräftigen Zeugnisse zu Reise- und Übermittlungsgeschwindigkeiten" bietet.
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