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Annemarie Selinko

Ich war ein hässliches Mädchen

Roman
Cover: Ich war ein hässliches Mädchen
Milena Verlag, Wien 2019
ISBN 9783903184350
Gebunden, 300 Seiten, 24,00 EUR

Klappentext

Unter Mitarbeit von Evelyne Polt-Heinzl. Es ist doch ein Kreuz mit dem Aussehen. Dauernd vergleicht man sich mit anderen, dauernd gibt es etwas zu bemängeln oder zu bezweifeln. So denkt auch die 18-jährige Anneliese zu Beginn des Romans. Anneliese findet sich nicht hübsch genug, sie würde lieber so aussehen wie ihre ältere Schwester Inge, bei der die Männer Schlange stehen. Anneliese lebt in Wien und zu einer Zeit, da es als erste Pflicht für Frauen gilt, früh zu heiraten - und zwar eine gute Partie. Anneliese lebt in der Annahme, dass die schönsten Frauen auch die schönsten Ehen führen. Aber wie soll sie das alles bewerkstelligen? Auf dem Fest ihrer reichen Tante lernt sie den bekannten Schauspieler und Bühnenautor Claudio Pauls kennen, sie trinkt zu viel und ist vorlaut wie immer. Pauls findet die junge Frau sympathisch und nimmt sich ihrer an. Er rät ihr, mehr aus ihrem Aussehen zu machen, wenn sie schon darunter leidet. Und er rät ihr, einen Beruf zu ergreifen, selbstständig zu werden und nicht alle Zukunftsentscheidungen von ihren Eltern treffen zu lassen. Gesagt, getan, Anneliese findet eine Stelle als Verkäuferin in einem Strickwarengeschäft und lässt sich im Kosmetik- und Friseurstudio vom Mädchen zur Frau umgestalten … und wohin führt das alles? Es wäre nicht Annemarie Selinko, wenn es kein vergnügliches Ende nähme. Ich war ein hässliches Mädchen erschien erstmals 1937, wurde in zwölf Sprachen übersetzt und mit Sonja Ziemann, Karl-Heinz Böhm und Dieter Borsche verfilmt.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 31.05.2019

Annemarie Selinkos erfolgreicher Roman "Ich war ein hässliches Mädchen", erstmals 1937 erschienen und nun vom Milena Verlag neu aufgelegt, ist nicht nur bloße Unterhaltungsliteratur, meint Rezensentin Judith von Sternburg. Der Roman erzählt von der jungen Anneliese, die, im Schatten ihrer schöneren Schwester, in einem Kosmetik- und Friseursalon die Regeln der Schönheit lernt und dabei den berühmten Schauspieler Claudio kennenlernt. Dabei bleibe der Roman laut Rezensentin in seiner gesellschaftlichen Dimension  zwar eher oberflächlich und der Ton "ungezwungen, federleicht". Aber Sternburg sieht, beispielsweise im sexuellen Selbstbewusstsein der Protagonistin, auch eine emanzipatorische Fortschrittlichkeit - vor allem im Vergleich zur Verfilmung aus den fünfziger Jahren. An der Oberfläche zwar ein Unterhaltungsroman, aber auch eine "seltsame, durchaus schillernde Geschichte", meint die Kritikerin.