Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 24.03.2004
Niels Werber behandelt in seiner Besprechung recht virtuos dieses Buch von Anselm Haverkamp, in dem der Kulturwissenschaftler den Begriff der "Latenz" nutzt, um einerseits die Entwicklung der Geistes- und Kulturwissenschaften seit dem Zweiten Weltkrieg nachzuzeichnen und andererseits sein eigenes kulturwissenschaftliches Programms zu begründen: eine dekonstruktive Philologie "als kulturwissenschaftliche Grundlagenforschung", die in der Literatur die "unter der Oberfläche des politisch, ideologisch oder kulturell Thematisierten liegenden Frakturen und Latenzen" zu lesen verstehe. Mit einem Urteil hält der Rezensent hinterm Berg, fehlenden Einspruch müssen wir als Zustimmung werten.
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