Antje Stannek schildert, wie aus adeligen Jungen reisend durch das höfische Europa des 17. Jahr- hunderts weltgewandte junge Männer wurden.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 01.09.2001
Tourismus kommt von grand tour, und gemeint waren damit die Bildungsreisen, die standesbewusste junge Männer bis zum Beginn des 19.Jahrhunderts unternahmen, informiert der Rezensent mit dem Kürzel "rox.". Die Historikerin Antje Stannek hat die Reisen der zumeist Adligen des 17. Jahrhunderts rekonstruiert und dafür bisher ungenutztes Quellenmaterial aus den Archiven bekannter Häuser wie das der Fugger oder der Calenbergs ausgewertet. Zum Reiseprogramm der jungen Adligen gehörten auch, so "rox", Bordell- und Kurtisanenbesuche. Solange diese die Heiratspläne der Eltern nicht störten, wurden sie als geschlechtsspezifische "Weiterbildungen" durchaus geduldet, berichtet der Rezensent.
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Florian Illies: Träume aus Feuer Tauchen wir ein in die großen Träume eines großen Mannes: Johannes Kunckel ist ein Magier und Alchemist, der daran glaubt, Gold zaubern zu können. Der brandenburgische Kurfürst…