Windhündin Poch ist eine der erfolgreichsten Rennhündinnen, ein Star im Race. Eines Tages lässt sie eine Hirnerkrankung einfach umkippen. Im Hundespital wacht sie auf, umringt von einer Schar von Hundeärzten, die über ihre Diagnose rätseln. Dann taucht die Höllenkatz auf, die dem Hundegehirn einen wertvollen und vermeintlich heilenden Deal anbietet: Linderung der Schmerzen gegen ein halbes Leben. Poch zweifelt, sie kämpft gegen ein überlastetes Kliniksystem sowie mit dem eigenen Körper und sieht am Ende keinen anderen Ausweg, als auf die Höllenkatz einzugehen. Doch das renommierte Spital schreibt tiefrote Zahlen und braucht dringend einen Forschungs-Coup, Poch scheint hierfür der ideale Fall zu sein. So beginnt ein Wettlauf zwischen Hundeärzten und Höllenkatz um einen vulnerablen, geschwächten Körper, der doch eigentlich nichts mehr wert gewesen ist …
Ein tolles Buch ist das, findet Rezensentin Undine Fuchs, eines, das ein weiteres Mal die innige Verbindung von "medizinischem und literarischem Diskurs" beweist. Wobei der Kranke diesmal ein Hund ist, beziehungsweise eine Hündin namens Poch, die sich in einem auf die ökonomische Verwertbarkeit des Lebens spezialisierten Krankenhaus aufhält. Mit politischer Kritik auch zum Beispiel an Geschlechterdiskriminierung in der Medizin hält dieser dramatische Text Ariane Kochs nicht hinterm Berg, erläutert Fuchs, die außerdem sehr angetan ist von den verwendeten Techniken der Anthropomorphisierung. Es lohnt sich durchaus, meint die Rezensentin außerdem, das alles nicht nur auf der Bühne zu sehen, sondern auch in Buchform zu rezipieren, da auf diese Weise Kochs außergewöhnliches Sprachbewusstsein besonders gut zur Geltung kommt.
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