Man gehe mit dem "Apokalyptiker aus dem Norden" (FAZ) durch das Jahr. Blühe auf: als junges Buchenblatt und falle nieder: als einzelne Schneeflocke. Arne Rautenberg schert sich nicht um die übliche Dichter-Botanik. Er lässt Formen wie Wildkraut gedeihen und mäht sie auf der nächsten Seite nieder. Ohnmachtsanfälle, dunkle Windzüge, Spaziergänge nahe am Abgrund Rautenberg wandelt dahin. Jeder Schritt ein romantisches Echo, jeder Vers ein rollender Stein. Am Ende die Einsicht: Je düsterer die Gedichte, desto heller ihr Schein!
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.01.2015
Hingerissen hat Rezensent Kai Sina den neuen Gedichtband "seltene erden" von Arne Rautenberg gelesen, in dem er manches Mal noch die Komik vergangener Bände des Lyrikers entdeckt, sich insbesondere aber von dem dunkel-kühlen Ton der lyrischen Stücke an die eigene Endlichkeit denken lässt. Zugleich bewundert der Kritiker Rautenbergs ganz neu entfesselte Kreativität, die sich hier in einer offenbar erhöhten Beobachtungsgabe zeigt. Zwischen Essay, mutiger Wortkunst und barocklyrischem Zweiklang erlebt der Rezensent während der Lektüre eine Erweiterung seiner Erfahrungen und jubelt schließlich: Gedichte von "existentieller Wucht".
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Lukas Rietzschel: Sanditz Ein imposantes Bild der deutschen Gesellschaft - von der DDR bis in die GegenwartSanditz, eine Kleinstadt am Rande der Republik. Hier leben alte Offiziere, Bürgerrechtler,… Elizabeth Strout: Erzähl mir alles Aus dem Englischen von Sabine Roth. Elizabeth Strout kehrt zurück in die Küstenstadt Crosby in Maine - zu ihren Heldinnen Lucy Barton und Olive Kitteridge. Es ist Herbst…