Potsdam stand immer wieder im Brennpunkt deutscher Geschichte. Als Ort der Aufklärung unter Friedrich II., als prächtige Garnison- und Residenzstadt mit Sanssouci und Parklandschaft, als Filmstadt in den Glanzzeiten der Ufa und nicht zuletzt durch das Potsdamer Abkommen, das jahrzehntelang europäische Geschichte bestimmte. Die vorliegenden Bände, die ersten beiden einer Reihe, verführen zu einer Spurensuche in der facettenreichen Kultur- und Stadtgeschichte. Der Leser erfährt alles Wissenswerte, etwa zum "Tag von Potsdam" 1933 oder zu den Überresten des DDR-Grenzregimes.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.04.2006
Rezensent F.P. bewertet dieses Buch als gute Ergänzung zu gängigen Potsdam-Führern. Seinen Informationen zufolge legt es seinen Schwerpunkt auf die Geschichte der Stadt im 20. Jahrhundert, wo die Stadt ja eigentlich erst richtig interessant geworden sei - als Nazi-Symbolstadt, Filmstadt, Schauplatz der Potsdamer Konferenz und Zentrum der Roten Armee in der DDR. Im Großen und Ganzen ist F.P. denn auch mit Auswahl und Präsentation zufrieden, wozu auch viele Fotos, praktische Informationen und Karten ihren Beitrag leisten. Bemängelt wird lediglich, dass der "poetische Staudenzüchter" Karl Foerster nicht behandelt wird. Auch den Titel findet er eher misslungen.
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