42 doppelseitige Geländekarten. 246 thematische Karten. Der "erste ehrliche" geografische Atlas der Welt: Peters Atlas. Alle Länder und Kontinente in ihren wirklichen Proportionen. Als die Menschheit sich im 16. Jahrhundert darauf einigte, dass die Erde rund ist, entstand ein Problem: Wie projiziert man die Oberfläche einer Kugel auf eine flache Karte? Der deutsche Kartograf Mercator erfand die Mercator-Projektion, die unser Weltbild bis in die Gegenwart prägt: Europa steht im optischen Mittelpunkt, wird vergrößert dargestellt, die Länder der außereuropäischen Völker erscheinen kleiner, unwichtiger. Viele Kartografen versuchten, das zu ändern...
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 28.05.2002
Ein ehrlicher Atlas? Was soll das sein? Irene von Drigalski erklärt in ihrer kurzen Kritik, worum es geht: Grundsätzlich ist es nicht möglich, eine Kugel (die Welt) auf ein zweidimensionales Rechteck zu übertragen. Entweder verzichtet man auf die "Flächentreue" oder auf die "Winkeltreue". In Deutschland bevorzugt man die nach Mercator geschaffenen Karten. Dieser hatte 1569 "die erste winkeltreue Weltkarte" gezeichnet. Die Seefahrer waren dankbar, allein: die Karte "verzerrte" flächenmäßig ganze Kontinente. So sieht Europa größer aus als Südamerika, obwohl es nur gut halb so groß ist. 1973 nun legte der Historiker Arno Peters erstmals eine Weltkarte, die "sowohl flächen- als auch achs- und lagetreu" ist. Diese Karte wurde von internationalen Organisationen wie der Unesco akzeptiert. Der vorliegende Buch, so Drigalski, bildet auf 227 Seiten mit 246 thematischen Karten die Welt flächentreu ab.
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