Wann ist die Liebe unglücklich? Diese Frage steht über der Besprechung von Arno Schmidt's Roman. Rezensent Rolf Vollmann klärt die Frage nicht. Zwei Menschen finden sich, doch ihre Liebe hat keine Zukunft, denn die junge Frau zieht ein Leben in materieller Sorglosigkeit in Amerika dem entbehrungsreichen Leben im Nachkriegsdeutschland vor. Also ein "Puccini-Schmachtfetzen"?, fragt sich der Rezensent, um dann lapidar in Anlehnung an die Naturmetaphern des Buches zu urteilen: "Ach, einfach eine Liebe in Zeiten, als die Buchen wie gekochter Rotkohl aussahen."
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…