Friedhelm Rathjen (Hg.)

Arno Schmidt im Literaturbetrieb der frühen Jahre

Aufsätze und ein Gespräch aus dem "Bargfelder Boten"
Cover: Arno Schmidt im Literaturbetrieb der frühen Jahre
Edition Text und Kritik, Frankfurt am Main 2022
ISBN 9783967076295
Kartoniert, 172 Seiten, 24,00 EUR

Klappentext

Arno Schmidts Positionierung im Literaturbetrieb der Nachkriegszeit ist nicht frei von Widersprüchen. Zwar publizierte Schmidt in einem der führenden Verlage und erhielt aus den Händen Alfred Döblins einen medial beachteten Literaturpreis, doch mit seinem Verlag war Schmidt ebenso unzufrieden wie mit der Literaturkritik. Die Verkaufszahlen seiner Bücher blieben desolat, seine Lebensumstände prekär. Obwohl einflussreiche Förderer wie Ernst Kreuder, Alfred Andersch, Hermann Kasack und später Helmut Heißenbüttel sich für ihn einsetzten, blieb Schmidt im Literaturbetrieb lange ein Außenseiter. Dieser Band beleuchtet verschiedene Aspekte dieser Außenseiterposition. Sabine Kyora, Bernd Kortländer, Michael Töteberg, Brigitte Hackh, Timm Menke, Helmut Heißenbüttel und Elsbeth Wolffheim widmen sich u. a. Schmidts (auch räumlich begründeter) Isolierung, seiner Beziehung zum Rowohlt Verlag, zu Martin Walser, Hans Henny Jahnn und Max Bense sowie seinem nicht immer spannungsfreien Umgang mit Rundfunkredaktionen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.04.2022

Andreas Platthaus bespricht diesen Band in aller Kürze als begleitende Lektüre zu Sven Hanuscheks großer Schmidt-Biografie. Besonders instruktiv scheint ihm der Text von Michael Töteberg über das Verhältnis Arno Schmidts zu seinem ersten Verlag Rowohlt. Dieser Text gebe sehr viel mehr Aufschluss als die Ausführungen Hanuscheks zum Thema, so Platthaus. Der Rezensent stellt seine kleine Anmerkung auch in den Kontext der Frage, ob Schmidt so gut wie ausschließlich von Männern gelesen wird. Ja, schließt er auch aus der Tatsache, dass der "Bargfelder Bote" mit Schriften zu Schmidt so gut wie ausschließlich von Männern bestückt werde.

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