Claassen Verlag, Berlin 2026
ISBN
9783546101035 Gebunden, 176 Seiten, 24,00
EUR
Klappentext
Aus dem Dänischen von Ursel Allenstein. Geld frisst Mensch. Im Mittelpunkt der Scandinavian Star-Reihe von Asta Olivia Nordenhof steht ein schreckliches Feuer an Bord des Nordsee-Kreuzers Scandinavian Star.Die Tragödie, die sich am 6. April 1990 ereignete, führte zum Tod von 159 Menschen. Das schreckliche Ende des stolzen Kreuzers, das auch heute noch viele Rätsel aufgibt, bildet die Klammer der epischen, auf sieben Bände angelegten Romanserie über den Kapitalismus und seine Kollateralschäden. Wurde die Scandinavian Star von der eigenen Besetzung in Brand gesetzt? Steht dieses Boot für die Rücksichtslosigkeit kapitalistischen Handelns und die Bereitschaft, für das Kapital über Leichen zu gehen? Auf einem Bauernhof nahe Nyborg betreibt Kurt sein Busunternehmen und träumt vom großen Erfolg, während Maggie mit ihrer Vergangenheit ringt. Als sie schwer erkrankt und stirbt, verliert Kurt nicht nur seine Frau, sondern auch sein Geschäft. Verzweifelt lässt er sich auf ein dubioses Projekt ein, das schnelles Geld verspricht - nicht ahnend, dass er damit in eine gefährliche Verstrickung mit der "Scandinavian Star"-Katastrophe gerät, ein Fährunglück, das niemanden in der Nachbarschaft unberührt ließ, und das auch heute noch gefährliche Schatten wirft.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 18.04.2026
Auf ganze sieben Bände ist dieses Romanprojekt ausgelegt, staunt Kritiker Kolja Mensing bei diesem neuen Buch der dänischen Autorin Asta Olivia Nordenhof. Sie will sich dem Fährunglück der "Scandinavian Star" widmen, bei dem 159 Menschen gestorben sind. Im ersten Band kommt die Katastrophe aber noch gar nicht vor, erklärt Mensing, erst einmal geht es um das Paar Kurt und Maggie, die in ambivalenten Verhältnissen leben, Kurt steigt dann in ein Unternehmen ein, das sich die Zerschlagung des staatlichen Fährunternehmens vorgenommen hat. Interessant ist für den Rezensenten, wie Nordenhof essayistische und romanhafte Passagen nebeneinander stellt und auch die Künstlichkeit ihrer Figuren und die Frage nach Identität und Autorschaft zum Thema macht. Ihre Wut auf den Kapitalismus, gerade in Verbindung mit Eurozentrismus imponiert Mensing, der schon gespannt ist, wie es in den nächsten Bänden mit diesem "ästhetischen Sprengstoff" weitergeht.
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