Hitze, wie wir sie aus fernen Urlaubsregionen kannten, sintflutartiger Starkregen, verheerende Stürme: Ist das schon Klimawandel - oder immer noch "nur" Wetter? Die Physikerin Friederike Otto hat die Attribution Science mitentwickelt. Mittels dieser revolutionären Methode kann sie genau berechnen, wann der Klimawandel im Spiel ist. Warglobale fl eine Katastrophe wie Harvey menschengemacht? Ist eine Dürreperiode Folge der globalen Erwärmung oder nur ein heißer Sommer, wie es ihn schon immer gab? Die Zahlen belegen: Eine Hitzewelle wie in Deutschland 2018 ist durch den Klimawandel mindestens doppelt so wahrscheinlich geworden wie früher. Man kann konkrete Verursacher für Wetterphänomene haftbar machen - Unternehmen, ja ganze Länder können jetzt vor Gericht gebracht werden. Und es wird verhindert, dass der Klimawandel weiter als Argument missbraucht wird: Politiker können sich nicht mehr auf ihn berufen, um Missmanagement und eigenes Versagen zu vertuschen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.07.2019
Rezensent Joachim Müller-Jung lässt sich von der Oxford-Physikerin Friederike Otto gute Argumente für eine bessere Klimapolitik an die Hand geben. Wie ihm die Autorin in ihrem Buch die die Klimaproteste argumentativ flankierende Attributionsforschung erklärt, scheint ihm einleuchtend, meinungsfreudig, aber nie dominant. Das Bemühen der Autorin, ihren durchaus komplexen Ansatz verständlich zu machen, findet der Rezensent bemerkenswert, ebenso wie den Umstand, dass Otto die Grenzen der von ihr mit entwickelten Methode zu Bestimmung des Einflusses des Klimawandels auf Hitzewellen, Dürren und andere Extremwetterlagen offen diskutiert. Klimafachleute und überhaupt alle: Lesen!, meint der Rezensent.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 07.06.2019
Rezensent Johannes Kaiser präsentiert mit diesem Buch der Klimaforscherin Friederike Otto das seiner Meinung nach "beste" Buch zum Klimawandel. Dass Hitzesommer in Europa zum neuen Normalzustand werden kann ihm die Autorin, die in Oxford eine Arbeitsgruppe namens Zuordnungswissenschaft leitet, anhand einer Vielzahl von Quellen und Daten ebenso einleuchtend vermitteln wie sie Grundlagen der Klimaforschung so erklärt, dass der Leser sie nicht nur versteht, sondern auch überzeugt ist. Wissenslücken verschweigt Otto ebenfalls nicht, staunt der Rezensent, der das Buch nicht nur als "Schullektüre" empfiehlt, sondern auch Politikern als Handlungsanleitung auf den Nachttisch legen möchte.
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