Athanasius von Alexandria

Gegen die Heiden

Über die Menschwerdung des Wortes Gottes
Cover: Gegen die Heiden
Verlag der Weltreligionen, Frankfurt am Main 2008
ISBN 9783458700159
Gebunden, 326 Seiten, 26,00 EUR

Klappentext

"Gegen die Heiden / Über die Menschwerdung des Wortes Gottes" ist das große theologische Doppelwerk des Athanasius, das einerseits noch in der Tradition der christlichen Apologien des 2. und 3. Jahrhunderts steht, andererseits als kleine Dogmatik auch auf neue Entwicklungen nach der sogenannten "konstantinischen Wende" hinweist. So kritisiert Athanasius nicht nur Elemente griechisch-römischer Religiosität, sondern begründet detailliert den christlichen Glauben an Gottes Sohn - warum er Mensch wurde, starb und auferstand. In dem Traktat Über die Beschlüsse der Synode von Nizäa verteidigt Athanasius erstmals ausführlich die theologische Erklärung des Konzils von Nizäa aus dem Jahr 325. Um die Häresie des Arius zu verurteilen, wurde in Nizäa am Anfang des Streits um die Trinitätstheologie formuliert: Christus ist Gottes Sohn, der nicht geschaffen, sondern gezeugt wurde, der nicht wandelbar ist oder auch einmal nicht da war oder erst wurde.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 08.12.2008

Die vom Verlag der Weltreligionen herausgegebene Werkauswahl des Kirchenvaters Athanasius von Alexandria kann Mischa Meier dem interessierten Leser in jeder Hinsicht empfehlen. Die vorliegende Ausgabe biete "fundierte, gut verständliche" Erläuterungen und eine kompakte Einführung in den historischen Kontext des 4. Jahrhunderts, lobt der Rezensent. Der Herausgeberin und Übersetzerin Uta Heil bescheinigt er große Kennerschaft sowie eine "geschmeidige" Übersetzung. Meier geht in seiner Besprechung selbst auf die historische Situation des Christentums im 4. Jahrhundert ein und verortet Athanasius als "Sinnbild der Zeit" im Zentrum der sich infolge der Konstantinischen Wende rasch vollziehenden christlichen Durchdringung des Reiches und der damit verbundenen theologischen Diskussionen und politischen Konflikte. Und da, so Meier, ein Missverhältnis zwischen der Bedeutung der damaligen Diskussionen für die Entwicklung der christlichen Lehre insgesamt und unserer heutigen weitgehenden Unkenntnis darüber besteht, kann der Rezensent diese gelungene Ausgabe nur umso ausdrücklicher begrüßen.

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