Augusto Monterroso

Das Schwarze Schaf und andere Fabeln

Mit Illustrationen von Henning Wagenbreth
Cover: Das Schwarze Schaf und andere Fabeln
Insel Verlag, Berlin 2011
ISBN 9783458175162
Gebunden, 71 Seiten, 14,90 EUR

Klappentext

Aus dem Spanischen von Svenja Becker. Vierzig zur äußersten Knappheit geschliffene Minigeschichten von wenigen Zeilen bis zu zweieinhalb Seiten - längst berühmt in der gesamten spanischsprachigen Welt und endlich auf deutsch zu entdecken. Vor der eleganten, subtil subversiven Kurzprosa von Augusto Monterroso, dem großen Schriftsteller der kleinen Form, haben sich viele seiner Schriftstellerkollegen verbeugt. Carlos Fuentes schrieb über "Das schwarze Schaf" und andere Fabeln: "Man stelle sich Borges' phantastisches Bestiarium beim Tee mit Alice im Wunderland vor. Oder Jonathan Swift in privater Korrespondenz mit James Thurber. Man stelle sich den Springfrosch von Calaveras in die Lektüre von Mark Twain vertieft vor. Voila: Monterroso." Auf die Frage, was Literatur kann und soll, sagte er selbst einmal: "Den Geist beschäftigen. Die Welt der Vorstellungskraft leiten. Diesem in allen Menschen vorhandenen Bedürfnis Nahrung geben. Ausdrücken, was andere nicht auszudrücken vermögen. Ihnen die Augen für etwas öffnen, wofür sie keine Augen hatten, weil sie abgelenkt waren, zu bequem oder zu ängstlich. In unserer wie in jeder Epoche." Henning Wagenbreth hat Monterrosos schimmernden, scharfkantigen Preziosen hintersinnig-spielerische Illustrationen beigegeben.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 21.01.2012

Schon im Erscheinungsjahr 1969 sei Augusto Monterrosos Fabelsammlung "Das schwarze Schaf und andere Fabeln" von vielen namhaften Schriftstellern bewundert worden, berichtet Rezensent Uwe Stolzmann, der sich diesem Urteil nur anschließen kann. Nicht nur die frappante Kürze der vierzig, häufig nur einen Satz langen Texte haben den Kritiker tief beeindruckt und zu der Bezeichnung "Bonsai-Prosa" inspiriert, sondern insbesondere die darin verborgene ironische Boshaftigkeit und die "kluge Absurdität", die ihn nicht selten an Kafka erinnert. In jedem Fall hat sich der Rezensent mit diesen humorvollen Erzählungen, die immer wieder die Kritik des lateinamerikanischen Autors am Anthropozentrismus durchblicken lassen, bestens amüsiert.
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