1869: Für Palästina ist es eine Zeit voller Umbrüche - Umbrüche, unter denen viele Familien leiden. Neta und David, ein junges jüdisches Paar, kommen aus Odessa nach Jerusalem. Die Templer Oswald und Gertrud finden aus dem protestantischen Württemberg den Weg ins Heilige Land. Mustafa und Raissa leben als Muslime in Jaffa. Sie sind unterschiedlichen Glaubens und unterschiedlicher Herkunft und werden doch gemeinsam mit dem Jerusalemer Zeitungsherausgeber Pinchas Goren zu Pionieren. Wird es ihnen gelingen, ihre Freundschaft über die Generationen zu bewahren?
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.04.2020
Rezensent Jakob Hessing hat diese fiktive Geschichte Palästinas, die es "leider" nie gegeben hat, sehr gerne gelesen. Weniger die literarische Charakterisierung seiner Romanfiguren sei Avi Primors Stärke als der historischer Hintergrund, in den er die Geschichten seiner drei fiktiven Familien eingewoben hat, also die Zeit am Ende des osmanischen Reichs bis zur Gründung Israels. Die drei fiktiven, je einer der großen monotheistischen Religionen des Nahen Ostens angehörigen Familien verbindet er durch ein Kutschunternehmen und durch Heiraten miteinander. Die "interessantesten Details", so der Kritiker, hat der ehemalige Botschafter Israels in Deutschland "zwischen den Zeilen" verborgen. Die Besprechung ist alles in allem eine Verbeugung vor Avi Primor, dessen Kampf um eine Verständigung mit den Palästinensern Jakob Hessing am Schluss betont.
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