Axel Bertram gehört zu den einflussreichsten und vielseitigsten deutschen Grafikdesignern. Mit einem an der Tradition geschulten Formbewusstsein und dem Selbstverständnis eines Künstlers, der nicht für das Museum, sondern für den Alltag arbeiten will, nimmt er seit 50 Jahren jede Gelegenheit wahr, Neues auszuprobieren. Der reich illustrierte Überblick über sein Werk belegt seine Meisterschaft auf allen Gebieten grafischen Schaffens, sei es bei der Gestaltung zahlreicher Bücher, dem Entwurf von Plakaten, Briefmarken, Signets und Münzen, als Designer legendärer Zeitschriften wie der "Sibylle" und der "Wochenpost" oder als exzellenter Schriftgestalter. Begleitet von Zitaten, Erläuterungen und Kommentaren gibt die Sammlung zugleich aufschlussreiche Einblicke in die Geschichte der visuellen Kultur.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 12.12.2012
Martin Z. Schröder ist begeistert von einer Monografie, die für ihn Bilderbuch, Almanach der ostdeutschen Grafik, Album und Coffee-table-book in einem ist. Dass die Berufsbezeichnung Gebrauchsgrafiker für Axel Bertram nicht genügt, sondern sich mit diesem Band ein Künstler im besten, moralischen Sinn im Rückblick auf fünf Jahrzehnte Schaffen zum Glück des Betrachters verewigt, steht für Schröder mal fest. Eigentlich kann er es nicht fassen: All die hier zu bestaunenden Illustrationen, Architekturzeichnungen, Kalligrafien, Gipsschnitte, Entwürfe für Münzen, Briefmarken, Bücher, Zeitungen stammen tatsächlich aus einer Hand! Nicht nur gemessen an den öden Blumenfotomarken der Post zeigt sich der Rezensent beeindruckt von der Klasse Bertrams.
Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in…