Während Lina Lüders in Hamburg lebt und ihr Sohn Axel sich als Soldat an der Ostfront befindet, ist ihr Ehemann Walther im KZ Neuengamme inhaftiert. Ihre Briefe sind ein einzigartiges Zeugnis gegenseitigen Aufgehoben- und Geborgenseins. Es ist die präzise Aufzeichnung von drei Psychogrammen in den Jahren 1942-1945 sowie von drei sich zuspitzenden unterschiedlichen Perspektiven auf einen immer grausamer werdenden Krieg. Die Zensur lässt es nicht zu, die Wirklichkeit unverstellt zu schildern, aber das Leben in zwei Welten teilt sich durchweg zwischen den Zeilen mit.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.09.2011
Das in Zusammenarbeit mit der KZ-Gedenkstätte Neuengamme entstandene Buch stellt für Uwe Neumärker ein Dokument besonderer Art dar. Die private Kriegskorrespondenz zwischen Walther, Lina und Axel Lüders, zwischen Konzentrationslager, Ostfront und Heimat gibt dem Rezensenten ein bleibendes, sehr intimes Bild vom Innenleben dreier Menschen im Alltag des "Dritten Reiches". Besonders beeindruckt, und auch bedrückt zeigt sich Neumärker vom Mut und von der Hoffnung, aber auch von den Ängsten der Familie angesichts von Diktatur und Krieg.
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