Mit Illustrationen von Loren Long. Aus dem Englischen von Michael Krüger. Barack Obama, der 44. Präsident der USA, ist stolz auf seine Töchter Malia und Sasha. Sie werden ihren Weg gehen, da ist er sich sicher. Wen sie sich einmal zum Vorbild nehmen werden, kann er nicht wissen. Aber er kann ihnen von großen Menschen der Geschichte erzählen: von Helen Keller, die blind und taub war und doch eine große Lehrerin wurde, von Martin Luther King, der den Traum von der Gleichheit aller Amerikaner träumte, vom weisen Indianerhäuptling Sitting Bull und vielen anderen, die ihrem Land Ehre gemacht haben. Sie alle sind Teil einer großen Familie. Das Bilderbuch des amerikanischen Präsidenten ist eine Liebeserklärung an seine Töchter und ein großes Plädoyer für Toleranz.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.10.2011
Nicht ohne Skepsis nahm Nils Minkmar Barack Obamas erstes Kinderbuch zur Hand, zu sehr roch es dem Rezensenten hier nach gekonnt gesetztem Ablenkungsversuch von größeren Problemen. Nach der Lektüre von "Von euch will ich singen" muss er aber zugeben: dieser Mann kann einfach schreiben. Eigentlich, so der Kritiker, hatte Obama das bereits vor seiner Präsidentschaft mit dem eindrucksvollen Memoirenband "Dreams of my Father" bewiesen. Mit dem Hintergrund dieser Bekenntnisse sei nun dieses Kinderbuch entstanden, in dem nun nicht mehr nur der Vater schreibe, sondern auch der Präsident - und das auf beeindruckende Weise. Denn statt anbiederndem Jugendjargon liest der Rezensent hier die kenntnisreich aufgearbeitete Geschichte der Vereinigten Staaten in Form von Einzelporträts etwa Georgia O'Keefes oder Billie Holidays, die sich vor allem durch ihren eigensinnigen Blick auf die Welt auszeichneten. In angenehm persönlicher, auch bewundernder und hoffnungsvoller Ansprache an die Kinder schildere Obama einen optimistischen Blick auf die Zukunft, ohne jedoch eine "heile Welt" auszumalen. In Kombination mit den Illustrationen von Loren Long sei hier ein nicht zuletzt auch humorvolles Kunstwerk gelungen, so der ganz eingenommene Rezensent.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 20.09.2011
Als patriotische "Erbauungsfibel" stellt uns Roswitha Budeus-Budde das Kinderbuch mit 13 Porträts von wichtigen amerikanischen Persönlichkeiten von Barack Obama vor und man meint, zwischen den Zeilen ein klein wenig Unbehagen am unverstellten Nationalstolz des amerikanischen Präsidenten herauszulesen. Explizit lässt die Rezensentin davon allerdings nichts verlauten, sie nennt einige der Porträtierten von Martin Luther King bis Georgia O'Keeffe und unterschlägt auch nicht, dass Obama das Ganze als Brief an seine Töchter verpackt hat. Dieser hat das Buch übrigens vor seiner Präsidentschaft geschrieben und der Erlös vom Verkauf geht an eine Organisation, die Kriegsversehrte und Kinder Gefallener unterstützt, lässt die Rezensentin noch wissen.
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