Bazon Brock zieht Bilanz: Wie sieht die Zukunft der Europäer angesichts der Totalglobalisierung aus? Seine These: Wir haben viel zu lernen, um demnächst Millionen chinesischer Touristen als interessantes Ferienerlebnis dienen zu können. Europas Errungenschaften wie Demokratie, Rechtsstaat, Sozialstaat, Säkularisierung, Würde des Einzelnen und Freiheit von Wissenschaft und Kunst werden künftig kaum eine Rolle spielen. Müssen wir sogar fürchten, aus der Geschichte zu verschwinden? Brock empfiehlt gegen den Schrecken dieser Einsicht eine kleine Einübung ins etruskische Lächeln, das Einverständnis mit dem eigenen Schicksal signalisiert. Wem das nicht reicht, muss sich behaupten lernen - aber nicht aus dem Allmachtsgefühl technischer, wissenschaftlicher und wirtschaftlicher Überlegenheit, sondern aus der Ohnmachtserfahrung der Europäer als kleine gefährdete Art im Menschenzoo.
Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Ulf Poschardt: Bückbürgertum Gefährlicher als die Shitbürger sind die Bückbürger. Jene Konservativen und Liberalen, CEOs und Manager, Bischöfe und Intellektuelle, Kanzlerinnen und Kanzler die - wider…