Mit einer Einführung von Akos Moravanszky. Jede Bauaufgabe bedeutet für Valentin Bearth und Andrea Deplazes ein spezifisches Thema, das es zu entdecken und zu erfassen gilt. Das Thema, und nicht ein vorgefasster Formen- oder Materialkanon, Stilmerkmale oder eine "persönlichen Handschrift", wird zur Grundlage des Entwurfes. Das Thema ist der neutrale Stoff, der es erlaubt, den architektonischen Gedanken weit und tief zu verfolgen und so die verborgenen Seiten einer vertrauten Welt aufzudecken. Ihre einzelnen Bauwerke sind Aphorismen, die erst in ihrer Summe ein scharfes Profil ihrer architektonischen Vorstellung und Zielrichtung erkennen lassen.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 10.11.2005
Die Monografie über "Bearth und Deplazes" weiß Hubertus Adam wohl zu würdigen. Der Fallen gibt es bei solch einem Werk zahllose, weiß der Rezensent - aber Herausgeber Heinz Wirz hat alle Klippen bravourös umschifft. Die Graubünder Architekten, Absolventen der ETH Zürich, werden angemessen mit 41 Bauten und Projekten vorgestellt, mit "Plänen und Fotos, Entwurfsskizzen und Modellen". Bereichernd tritt hinzu ein theoretischer Rahmen, an Stichworten wie "Forschung und Praxis" oder "Tektonik und Topographie" aufgehängt, Texte von Akos Moravanzky, die das Werk der Schweizer ausloten. Auch Deplazes' beigefügter Text "Architektur konstruieren" ist nicht eitel und geschwätzig, sondern im Urteil des Rezensenten ein Handbuch "im besten Sinne", von Interesse auch für den architektonischen Laien.
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