Beat Schneider

Design - eine Einführung

Entwurf im sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Kontext
Cover: Design - eine Einführung
Birkhäuser Verlag, Basel 2005
ISBN 9783764372415
Gebunden, 299 Seiten, 29,90 EUR

Klappentext

Mit 70 schwarz-weiß und 161 farbige Fotos. Bei der Komplexität der heutigen Gesellschaft ist auch das Design gefordert: wie kann es seinen Beitrag zur Orientierung, Klärung und nützlichen Gestaltung leisten? Im Teil I des Buches (Designgeschichte) schildert der Autor die Hauptepochen des Designs seit seinen Anfängen mit der Industrialisierung bis heute. Dabei werden der ästhetische Selbstanspruch der jeweiligen Designgeneration kritisch hinterfragt und die sozialen und wirtschaftlichen Bedingungen aufgezeigt. Der Teil II (Designdebatte) greift in die aktuelle Diskussion ein: die grundlegenden Begriffe werden definiert, die Stellung des Designs in Bezug auf Kunst, Geschmack, Dritte Welt, Gender, Theorie sowie Wissenschaft und Forschung geklärt. Im Anhang finden sich nützliche Hinweise auf Organisationen, Museen und wichtige Zeitschriften.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 30.01.2006

Ein "vorzügliches Buch" hat Beat Schneider vorgelegt, schwärmt Oliver Herwig in seiner Doppelrezension zweier Bände über Design. In seinem "soziokulturellen Ansatz" analysiert der Autor das zum "Modewort" abgewertete Design und legt seine gesellschaftlichen Wurzeln frei, so der Rezensent anerkennend. Die kurze Geschichte des Designs im ersten Teil des Buches lobt Herweg als sehr "prägnant" und auch der zweite Teil, in dem Schneider Design als "permanente Debatte" umreißt, überzeugt ihn. Auch wenn der Rezensent den Ton des Autors, mit dem er von Design und seinen "Nutzern" schreibt, mitunter etwas "elitär" findet, imponiert es ihn, wie der Autor eine "Schneise durch die Dingwelten" bahnt und wie er "Marktmechanismen entzaubert", die Design zur bloßen Produktverhüllung degradieren. Schneiders "ideologiekritischer Ansatz" stellt zu den vielen Büchern, die sich zumeist als reine "Stoffsammlungen" präsentieren, eine echte Alternative dar, schließt der Rezensent angetan.

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