Wenn es um Afghanistan oder den Irak geht, ist oft die Rede von den "neuen Kriegen". Asymmetrische Kriege zwischen Aufständischen und regulären Streitkräften gibt es jedoch seit der Antike, lange bevor der Begriff "Guerilla" geprägt wurde. Beatrice Heuser schildert diese Geschichte sachkundig und frei von Romantisierungen. Die Autorin zeigt, dass solche "kleinen" Kriege alten Mustern folgen und oft Teil "großer" Kriege sind. Sie erklärt, wie die Strategen beider Seiten der schwächeren und der stärkeren Partei empfohlen haben, asymmetrische Konflikte auszufechten. Die Leser erfahren, welche Rolle die Zivilbevölkerung in diesen Überlegungen spielt, welche Mittel angewandt wurden und ob sie erfolgreich waren. Aber auch die moralischen Dilemmata, die sich in solchen Einsätzen stellen, werden diskutiert.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.08.2013
Mit großem Interesse hat Rezensent Jörg Baberowski Beatrice Heusers nun unter dem Titel "Rebellen. Partisanen. Guerilleros." erschienenes Buch über asymmetrische Kriege von der Antike bis heute gelesen. Der Kritiker lernt hier, dass Konflikte zwischen starken und schwachen Gegnern schon immer ähnlichen Regeln folgten: Um mächtige Armeen zu besiegen, brachen Schwächere die Regeln, versuchten, den Gegner zu zermürben und führten die Kriege nach den Grundsätzen des Terrors. Baberowski liest etwa, wie sich französische Bauern gegen die Armee der Revolution zur Wehr setzten, sowjetische Partisanen gegen die Wehrmacht oder in Afghanistan immer wieder Selbstmordattentäter eingesetzt werden. Darüber hinaus erfährt der Rezensent, dass der Stärkere den Krieg nur gewinnen kann, wenn er ihn zu den rohen Bedingungen des Schwächeren führt und selbst Terror anwendet. Selten hat der Kritiker eine so brillante und "nüchterne" Analyse des Kriegsgeschehens gelesen.
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