Jörg Echternkamp, Stefan Martens

Militär in Deutschland und Frankreich 1870-2010

Vergleich, Verflechtung und Wahrnehmung zwischen Konflikt und Kooperation
Cover: Militär in Deutschland und Frankreich 1870-2010
Ferdinand Schöningh Verlag, Paderborn 2012
ISBN 9783506773364
Gebunden, 201 Seiten, 27,90 EUR

Klappentext

Im Auftrag des Deutschen Historischen Instituts Paris und dem Militärgeschichtlichen Forschungsamtes Potsdam. Wissenschaftler aus Deutschland und Frankreich werfen einen grenzüberschreitenden Blick auf das deutsche und französische Militär der vergangenen anderthalb Jahrhunderte. Sie widmen sich den spezifischen Kontakten der Soldaten beider Seiten mit dem Gegner dreier Kriege (im Kriegsalltag und in der Gefangenschaft) und befassen sich auch mit der vielfältigen militärischen und zivil-militärischen Kooperation zwischen Deutschland und Frankreich. Deutlich wird zudem die Bedeutung der Wahrnehmung der jeweils anderen Seite (z. B. ihrer Militärtheorie oder Wehrverfassung). Methodisch zeigt der Band, welch zusätzlichen Erkenntnisgewinn vergleichs- und verflechtungsgeschichtliche Ansätze für die Militärgeschichte erbringen können.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.12.2012

Der Sammelband geht auf zwei Konferenzen über das Bild des Militärs in Deutschland zurück und wirft die Frage auf, wie sinnvoll eine deutsche Militärgeschichte eigentlich ist,. Ulrich Lappenküper findet dies nicht provokativ, sondern durchaus berechtigt. Hochaktuell sogar erscheint ihm der hier praktizierte Forschungsansatz, Unterschiede und Gemeinsamkeiten deutscher und französischer Militärkultur im 19. und 20. Jahrhundert komparatistisch herauszuarbeiten. So zeigt ihm ein Beitrag von Patrice Buffotot über die Wehrverfassung eindrücklich die wechselseitige transnationale Beeinflussung. Für den Rezensenten wie auch für die Herausgeber bedeutet das allerdings nicht, dass die nationale Militärgeschichte überholt wäre.
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