Am 15. August 2000 feiert der letzte ÖVP-Kanzler vor Wolfgang Schüssel seinen neunzigsten Geburtstag - Grund genug, ihm eine umfassende Biographie zu widmen. 1949 wurde der Kärntner Klaus zum Salzburger Landeshauptmann bestellt. 1961 von Bundeskanzler Gorbach als Finanzminister zur Budgetsanierung nach Wien geholt, wurde er 1963 zum Bundesparteiobmann der ÖVP gekürt. Ein Jahr später folgte Josef Klaus Alfons Gorbach als Bundeskanzler der ÖVP-SPÖ-Koalitionsregierung. 1966 bildete Klaus, der mit dem Slogan "Gebt uns die Macht, wir werden sie nicht mißbrauchen" 85 von 165 Mandaten errungen hatte, die erste "monocolore" Regierung Österreichs. In Oppositionsführer Bruno Kreisky hatte Klaus einen Widerpart, der die SPÖ auf Zukunftskurs steuerte. Bei den Nationalsratswahlen des Jahres 1970 erreichte die Volkspartei ihr Wahlziel nicht - Klaus zog daraus eine für viele überraschende und unverständliche Konsequenz: Er kehrte der Politik nach zwanzig Jahren unermüdlicher Arbeit den Rücken und zog sich ins Privatleben zurück. Bis zum heutigen Tag ist Josef Klaus ein wacher Beobachter der österreichischen Innen- und Außenpolitik geblieben, ohne sich je ungefragt zu Wort zu melden. Sein Lebenswerk sieht er im Sinne von Hans Carossas Wort "Andern ein Licht auf die Bahn werfen, indem ich die meinige aufzeigte" erfüllt.
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