Benedikt Feiten

Leiden Centraal

Cover: Leiden Centraal
Voland und Quist Verlag, Dresden und Leipzig 2022
ISBN 9783863913205
Gebunden, 320 Seiten, 24,00 EUR

Klappentext

Eine Party, auf der sie nie war. Eine Liebesbotschaft, die ihr nicht gilt, eine Familie an Weihnachten, die nicht ihre ist. Tausend Kindheiten, die sie nie erlebt hat. Valerie analysiert als forensische Informatikerin täglich Unmengen fremder Erinnerungen. Bei einem neuen Fall geraten Adrian und Cristina in den Fokus ihrer Ermittlungen und mit ihnen die menschenunwürdigen Machenschaften eines illegalen Leiharbeitsnetzwerks. Benedikt Feiten schickt seine drei Protagonisten auf Suche, Jagd und Flucht durch die Niederlande, Rumänien und Deutschland, durch geografische und digitale Räume.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 17.02.2022

Rezensentin Anne Kohlick freut sich, dass Benedikt Feitens Krimi "Leiden Centraal" mehr als Spannung zu bieten hat. Der Autor erzähle darin bestechend schön und erschreckend realistisch, wie Menschen aus Osteuropa von deutschen Firmen, Pflegeheimen und Schlachthöfen ausgebeutet werden. Ins Zentrum der Handlung stellt er dafür neben vielen differenzierten Charakteren zwei Protagonistinnen, darunter Valerie, die als IT-Forensikerin digitale Spuren sichert und Cristina, eine höhergestellte Mitarbeiterin einer Leiharbeitsfirma, die eigentlich auf der Suche nach ihrer verschwundenen Schwester ist, resümiert Kohlick. Die Grundthematiken des Romans erinnern die Rezensentin an Upton Sinclairs sozialkritischen Roman "Der Dschungel", zudem lobt sie Feitens intensive Recherche. Eine klare, kantig-schöne und spannende Erzählung, deren Showdown Kohlick mit einigen Fragen zurücklässt, schließt sie.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk, 09.02.2022

Rezensent Samuel Hamen kann die Motive der Figuren in Benedikt Feitens Krimi um eine Leiharbeitsfirma, illegale Arbeitsverhältnisse, Schleuser und Wirtschaftskriminalität nicht immer erkennen. Was etwa die IT-Forensikerin Valerie im Buch umtreibt, wird aus ihren Erinnerungen für Hamen nur teilweise ersichtlich. Da trifft es sich gut, dass Feiten mit viel Expertise über digitale Ermittlungsmethoden glänzen kann. Für Hamen ein "Motor der Lektüre" und ein "magischer Raum", in dem die Figuren sich wie im Märchenwald verlaufen, schreibt er.

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