Maria Sibylla ist anders als die anderen Kinder. Sie forscht, malt, gräbt in der Erde und findet überall Dinge, die die Großen "Ungeziefer" nennen. Doch wenn sie Kokons und Falter erkundet oder Tausendfüßler und Blumen in Aquarellen festhält, eröffnet sich für Sibylla eine magische Welt. Als eines Nachts ein unbekannter Duft sie dazu bringt, die teuren Tulpen in Nachbars Garten auszugraben, wird die junge "Diebin" gestellt. Muss Sibylla nun das Forschen und Malen beenden?
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.03.2017
Fridtjof Küchemann gefällt die Subtilität, mit der Benita Roth in ihrem Buch die junge Zeichnerin und Forscherin Maria Sibylla Merian porträtiert. Unerschrocken und trotzig zeichnet sie das Mädchen, das in jedem Detail in der Natur das Schöne erblickt, meint Küchemann. Erst im Nachwort wird der Rezensent auf das berühmte Vorbild der Figur hingewiesen. Als Geschichte über kindlichen Eigensinn taugt die Geschichte auch ohne den Hinweis, findet er, zumal die Illustrationen Distanz zu Merians Zeichnungen wahren, wie Küchemann feststellt. In den starken Farben und der Dynamik der Zeichnungen im Buch erkennt der Rezensent eine Möglichkeit für jungen Leser, sich der Geschichte zu anzunähern.
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