Benjamin von Stuckrad-Barre, Martin Suter

Alle sind so ernst geworden

Cover: Alle sind so ernst geworden
Diogenes Verlag, Zürich 2020
ISBN 9783257071542
Gebunden, 272 Seiten, 22,00 EUR

Klappentext

Martin Suter und Benjamin von Stuckrad-Barre unterhalten sich über: Badehosen, Glitzer, Äähm, Hochzeiten, LSD, Teufel, Gott, Madonna, Arbeit, Ibiza, Kochen, Rechnungen, Siri, Fotos, Mundharmonika, Geldscheine, Verliebtheit, Wiedersehen.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk, 13.01.2021

Rezensentin Julia Schröder zeigt sich bescheiden beim Lesen von Martin Suters und Benjamin von Stuckrad-Barres gesammelten Laber-Sessions. Wenn mitten im Ernst des Lebens Momente des Komischen auftauchen und sie zum Schmunzeln bringen, ist die Rezensentin schon froh. Genau das passiert laut Schröder im Buch immer mal wieder, wenn Suter und sein "welpenhafter" Bewunderer über den Ernst, über Drogen und allerhand andere Dinge sprechen, "konzeptionslos", wie Schröder erklärt, also labern.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 13.12.2020

Rezensent Tobias Rüther scheint hin und weg von diesem Gesprächsband von Martin Suter und Benjamin von Stuckrad-Barre. Quasi im Kniefall erklärt der Rezensent, wie gekonnt Stuckrad-Barre die Medienkampagne dazu steuert, wie aber das Buch echt keineswegs nur Beigabe der medialen Offensive ist, sondern lustig, erkenntnisreich und lässig, so Rüther, weil sogar Mittelmäßiges drinsteht. Dass es sich im Grunde um ein Buch von Stuckrad-Barre handelt und Suter nur den Gentleman-Begleiter und Stichwortgeber abgibt für gute alte Stuckrad-Barre-Themen (Drogen, Selbst- und Fremdbild, Erwartungsdruck etc.), erwähnt Rüther auch. Obwohl, wie Suter die Pointen seines Gegenübers manchmal einsilbig abfedert, das ist schon auch raffiniert, denkt Rüther.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 05.12.2020

Rezensent Felix Stephan kommt es vor, als habe Benjamin von Stuckrad-Barre sich nach Udo Lindenberg und Helmut Dietl nun Martin Suter als Vaterfigur ausgesucht, der er beichten und die er um Vergebung bitten kann, denn viel mehr als ein "Anspielpartner" ist Suter in diesem Gespräch nicht, meint er. Stuckrad-Barre hingegen reiht laut Stephan Bekenntnis an Bekenntnis. Der Kritiker gewinnt daraus den Eindruck, dass die immer höheren Eskalationsstufen eigentlich nur dem Zweck dienen, den Wert der Vergebung zu steigern. Auch frei von Dünkel ist Stuckrad-Barre in seinen Augen nicht.
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