Benjamin von Stuckrad-Barre, Martin Suter

Kein Grund, gleich so rumzuschreien

Cover: Kein Grund, gleich so rumzuschreien
Diogenes Verlag, Zürich 2024
ISBN 9783257073218
Gebunden, 320 Seiten, 26,00 EUR

Klappentext

Nahe Familienmitglieder sterben, der Welt geht es auch nicht so gut, das letzte Glas Alkohol wird getrunken und die letzte Zigarette geraucht. Und doch färbt Martin Suter sich noch immer nicht die Haare. Wer auch in schwierigen Situationen und Kippmomenten des Lebens noch lacht, meint es wirklich ernst mit dem Humor.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 28.11.2024

Sehr wohl fühlt sich Rezensent Adam Soboczynski in dem zweiten gemeinsamen Buch Benjamin von Stuckrad-Barre und Martin Suters. Wieder unterhalten sich die die beiden Autoren über Gott und die Welt, Triviales wird dabei ernst und Ernstes trivial, wobei, so Soboczynski, die manische Beschäftigung mit Oberflächlichem erst die Voraussetzung dafür ist, dass auch Schwerwiegendes behandelt werden kann, wie etwa der Tod von Suters Frau Margrith, der das heimliche Hauptthema des Buches ist. Ansonsten geht es unter anderem ums Leben im Hotel, die Frage, ob man sich in Restaurants beschweren soll oder nicht und um diverse männliche Problemzonen, fasst der Rezensent sein vergnügliches Lektüreerlebnis zusammen.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 27.11.2024

Benjamin von Stuckrad-Barre und Martin Suter plaudern in ihrem neuen Buch miteinander - und bleiben dabei auffällig oberflächlich, schreibt die Rezensentin Christiane Lutz. Das gemeinsame Buch dokumentiert die Gespräche der beiden über Blumen, ihre und fremde Eitelkeit und Prominenz, begleitet von einer PR-Kampagne, bei der Prominente den Buchtitel auf Instagram performten, wie zum Beispiel Jürgen Vogel oder Verena Altenberger, si Lutz. Trotz dieses Hypes bleibt das Buch in der Tiefe zurückhaltend: Persönliche Themen wie der Verlust von Suters Frau oder Stuckrad-Barres schwieriges Verhältnis zum Vater werden zwar angeschnitten, aber nie wirklich ausgeleuchtet, moniert die Kritikerin. Stattdessen lenken beide immer wieder mit Humor ab und pflegen eine Inszenierung der eigenen "brüchigen Eitelkeit". Das Ergebnis ist nett, stellenweise witzig, doch ob diese private Unterhaltung wirklich zur öffentlichen Lektüre werden musste, bleibt fraglich, schließt die Kritikerin.
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