Aus dem Französischen von Ulrike Werner. Gott und das Internet haben eines gemeinsam: Sie vergessen nichts. Das erfährt Simon, als er im Vorzimmer zum Paradies sitzt, um sich für einen Platz im himmlischen Reich zu bewerben. Denn auch der Heilige Petrus nutzt die Cloud und weiß daher nur zu genau, dass Simons irdischer Lebenswandel alles andere als tadellos war. Da bleibt wohl nur das Tor zur Hölle - mit ungeahnten Perspektiven.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.11.2015
Endlich! Rezensent Niklas Bender freut sich über die überfällige Übersetzung eines Romans von Benoit Duteurtre. Dass es allerdings erst beim zwanzigsten Roman geklappt hat, kann er überhaupt nicht verstehen. Denn Duteurtre ist für ihn nicht nur ein verlässlicher Vertreter der "conte philosophique", des thesenartigen Romans also, sondern auch in Sachen Gesellschaftsroman ein Houellebecq ebenbürtiger Erzähler, versichert der Rezensent. Wenn Duteutres Held Simon wegen digitaler Indiskretionen im Himmel Ärger bekommt, kommt das laut Bender fetzig und kritisch rüber, aber auch ein bisschen vorhersehbar pointiert. Dass die Helden bei Houllebecq Bender besser mitfühlen lassen, kann der Rezensent dem Autor nachsehen.
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