Am Tag seiner Geburt trug sein Vater ihn auf einem fliegenden Teppich hinauf in den Himmel über Samarkand - Tarik al-Jamal, der beste Schmuggler auf den Himmelsrouten des Orients. Keiner reitet einenTeppich wie er - bis er draußen im Dschinnland, den tödlichen Wüsten zwischen Samarkand und Bagdad, seine große Liebe Maryam verliert. Gebrochen und einsam verdingt sich Tarik bei illegalen Teppichrennen. Doch dann will sein jüngerer Bruder Junis die mysteriöse Sabatea durchs Dschinnland nach Bagdad bringen. Tarik fürchtet um das Leben der beiden - und stellt sich einmal mehr den Geistern seiner Vergangenheit. Eine mörderische Jagd durch die Wüste beginnt, eine Odyssee auf fliegenden Teppichen, mitten in den Krieg zwischen Dschinnen und Sturmkönigen ...
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.11.2008
Ja, gewiss, ein Fantasy-Roman mit typischen Fantasyelementen, meint der Rezensent Thomas Scholz. Und dann auch noch, ganz genretypisch, der Auftakt zu einer Trilogie. Die Vorurteile aber, findet Scholz, sollte man trotzdem gleich wegpacken, denn Kai Meyers Roman gehe sehr wohl eigene Wege. Er erzähle seine orientalische Geschichte um fliegende Teppiche, um eine Liebesgeschichte der Lüfte zwischen Teppichreiter und Palastsklavin, nicht nur mit originellen und eigenwilligen Wendungen, sondern auch mit Interesse an Fragen nach der Menschlichkeit des Menschen unter Ungeheuern. Vor zu viel Tiefsinn freilich muss man auch wieder keine Angst haben, beruhigt Scholz, der, darf man wohl resümieren, ein großes Vergnügen auf hohem Niveau hatte mit diesem Roman, die Fantasy-Fans.
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