Aus dem Französischen von Gisela Koschka und Helga Künzel. Drei Männer und eine Frau, gebeutelt vom Leben und beruflich am Ende, sind in einem Zimmer zusammengepfercht und schreiben eine Fernsehserie. Die einzige Bedingung des Senders: so billig und so schnell wie möglich! Denn die Seifenoper, ausgestrahlt in den frühen Morgenstunden, wird sowieso keiner sehen. Es geht dem Sender nur um die Anhebung des nationalen Filmanteils, denn wir sind in Frankreich.Also schreibt das Quartett los, ohne Rücksicht auf Einschaltquoten. Es schreibt einfach die Wahrheit. Dann kommt die erste Fan-Post von Insassen eines Altersheims in der tiefsten Provinz und anderen Schlaflosen. Die Serie droht zum kultfilm zu werden - und damit beginnen die Probleme.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.04.2000
Der Autor hat mit seinem Anliegen, hier den Zynismus in der Fernsehindustrie zu einem Romanthema zu machen, gründlich Schiffbruch erlitten, wie Burkhard Scherer meint. Zwar findet er die Romanidee als solche interessant und leugnet auch nicht Benquistas gut gemeintes Anliegen. Allerdings diagnositiziert Scherer beim Autor eine bedauerliche Infektion gerade seines Themas, der Seifenopernproduktion. "Mit Plattitüden, die unter jeder Tür hindurchpassen" habe Benquista die Produktion einer Seifenoper beinahe noch übertroffen. Zu viel findet Scherer einfach nicht plausibel genug. Dass das Buch in Frankreich dennoch ein Bestseller geworden ist, liegt wohl eher an der Thematik als an der Qualität des Romans, wie der Rezensent vermutet.
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