Der Terrorismus-Experte Berndt Georg Thamm beleuchtet, wie sich Djihad-Terroristen über ein Jahrzehnt relativ ungestört in Deutschland einrichten konnten und wie sie heute arbeiten. Er schildert die zum Verständnis wichtige Geschichte des Djihad-Terrorismus, seinen Ursprung im Afghanistan-Krieg und die Verbindung zu Osama bin Laden. Thamm erläutert, wie das Terrornetzwerk mit autonomen Gruppen im Ruheraum Deutschland funktioniert und verdeutlicht dies durch Schaubilder. Gleichzeitig gibt er Einblick in die Arbeit der Strafverfolgungsbehörden und stellt eine faktenbezogene Prognose zur Anschlagsgefahr und mögliche Schutzmaßnahmen in Deutschland. Er grenzt außerdem die Risikofaktoren beim beruflichen Einsatz oder dem Urlaub in besonders gefährdeten Gebieten ein. Das hochaktuelle Hintergrundwerk zum Djihad-Terrorismus, der auch noch die nächsten Generationen in Atem halten wird.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.10.2004
Einen "Wachmacher" sieht Rezensent Manfred Funke in Berndt Georg Thamms Buch "Terrorbasis Deutschland". Noch immer scheint man sich der Terror-Gefahr in Deutschland nicht wirklich bewusst zu sein. Deswegen wolle Thamm mit seinem Report über das Moscheen-Milieu als Rekrutierungsfeld für Kämpfer Allahs, über Planungszellen, Kontaktbörsen, Ausbildungslager und Transitwege zwischen Deutschland und den Ideologie-Bastionen im Osten aufrütteln. Zumindest bei Funke scheint ihm das gelungen. So beklagt Funke, dass sich Verdächtige, die sich in der Bundesrepublik nicht aktiv strafbar gemacht haben, weder festgenommen noch ausgewiesen werden können. Zudem äußert er den Verdacht, dass der deutsche Rechtsstaat oft missbraucht wird. Er hebt hervor, Terrorismus sei in Deutschland keine "Saisonfrage" - was Funke mit Chroniken des Terrors, einem Verzeichnis seiner Kernorganisationen und Schlüsseldokumenten deutlich zeige.
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