Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.08.2000
Rolf Ackermann zeigt sich recht angetan von diesem Band, nicht zuletzt, weil hier seiner Ansicht nach deutlich wird, dass Euckens Gedanken zur Ordnungspolitik auch heute noch von Bedeutung sind. Eucken selbst habe sein Forschungsprogramm nicht als statisch begriffen, und dieser Tatsache wird, so Ackermann, in dem Band Rechnung getragen. Völlig einverstanden ist der Rezensent mit der Auffassung Euckens (und wohl auch der meisten Autoren der vorliegenden Texte), dass ökonomische Lösungen nur innerhalb eines ordnungspolitischen Rahmens möglich sind. Mehrere Beiträge hebt Ackermann als besonders interessant hervor. So weist er u. a. auf Hans Willgerodts Text über den Vertrauensverlust in Wirtschaft und Währung hin, dem nur durch "ordnungspolitische Reformen" begegnet werden könne. Walter Hamm beklagt, wie der Leser erfährt, mit ähnlichen Argumenten die "Unberechenbarkeit der Politik". Nicht zuletzt biete der Band eine Gegenüberstellung Euckens mit Friedrich August von Hayek, wobei sich nach Ackermann zeigt, dass sich ihre jeweiligen Forschungsprogramme weniger widersprechen als vielmehr "komplementär" zueinander verhalten.
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