Dieses Buch zeichnet in fünf Bildern ein Porträt des biblischen Gottes, der in einer beispiellosen "Karriere" von der Gottheit eines politisch unbedeutenden Volkes am östlichen Rand des Mittelmeers zum monotheistischen Gott der westlichen Kultur aufgestiegen ist. Bernhard Lang berücksichtigt einen Zeitraum von mehr als 1000 Jahren, von den frühesten Zeugnissen um 1000 v. Chr. bis zur frühchristlichen Gestalt eines himmlischen, die göttliche Herrschaft unterstützenden Statthalters. Dabei greift er auf biblische Zeugnisse und auf textliche und bildliche Quellen Ägyptens und des alten Vorderasien zurück. Zwei Anhänge erklären die zahlreichen traditionellen Namen und Bezeichnungen des biblischen Gottes und bieten eine Übersicht über die Kulturgeschichte des Alten Vorderen Orients.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 15.03.2003
Angelika Dörfler-Dierken hat bei der Lektüre von Bernhard Langs Buch die Faszination des alttestamentlichen Gottes Jahwe wiederentdeckt, "der viele Namen trägt und schlechthin alles vermag". Und anders sei als jede andere Gottheit, trotz seiner antiken Wurzeln im vorderen Orient - das mache die Studie des Religionswissenschaftlers Lang deutlich, der den Allmächtigen porträtiert hat. Und zwar nach Ansicht der Rezensentin sehr überzeugend: "Im Vergleich mit zahlreichen Quellen aus Ägypten und dem alten Vorderasien zeichnet er ein prägnantes Bild der Entstehungsgeschichte des Jahwe-Glaubens. Seine Darstellung ist ebenso gelehrt wie eloquent." Und eine willkommene Einladung, findet Dörfler-Dierken, die "Persönlichkeit" dieses Gottes, der zugleich Hirte, Kriegsherr und Weiser war, kennen zu lernen und neu zu überdenken.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 08.05.2002
Eine Menge Lob hat Friedemann Voigt übrig für dieses Porträt des Gottes Jahwe. Der Autor trage nicht bloß "reiches religionsgeschichtliches Material" zusammen, er zeige auch, und mit "unaufdringlicher Kennerschaft" und doch "allgemeinverständlich", wie viele zeitliche Schichten und religiöse Vorstellungen in den Texten vorhanden seien und wie sich die biblischen Schilderungen zu den historischen Begebenheiten verhielten. Einzig Langs These von Jesus als einem "mystischen Jenseitsfahrer" hält Voigt für "phantastisch". Um so mehr aber erscheint ihm das Buch als Ganzes als "anschauliches und anregendes Werk".
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