Digitalisierung ist in aller Munde, Museen sind es auch. Der Verfasser geht auf der Grundlage jahrzehntelanger praktischer Erfahrung mit dem Themenkomplex der Frage nach, wie sich diesbezüglich Erreichtes zum Erreichbaren verhält, und er stellt dar, wo und warum es Rückstände gibt. Er thematisiert beispielsweise, worauf der Fokus zu richten sein wird, wer an der Digitalisierung von Kulturgut mitwirken muss, warum Museumsgut schwerer zu digitalisieren ist als Bibliotheks- oder Archivbestände, inwieweit die rechtlichen, thematischen, personellen und finanziellen Voraussetzungen für die digitale Präsenz der Museen im Netz gegeben sind, und er setzt sich mit den Außen(an)sichten auseinander: Ist das Museum ein Bilderlieferant, eine Forschungseinrichtung, ein Bildungsort oder alles und noch viel mehr? Er zeigt, dass Museen für die Digitalisierung offen sind, einige Partner haben und weitere Unterstützung brauchen. Diese Analyse von Bedarf und Lösungswegen kann und will den breiten Diskurs konkretisieren.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.06.2020
Rezensent Christoph Schmälzle nimmt die Denkschrift des Direktors der Bayerischen Staatsgemäldesammlung zur Hand, um die Möglichkeiten und Grenzen digitaler Museumserweiterung besser einschätzen zu können. Was Bernhard Maaz an Argumenten gegen die Mär vom digitalisierungsfernen Museum auffährt, überzeugt Schmälzle. Maaz macht dem Rezensenten zugleich deutlich, dass es die fehlenden Ressourcen, das Urheberrecht und unzureichende Datenbanken sind, die eine stärkere Digitalisierung verhindern. Für Schmälzle enthält der Band wichtige Hinweise für die durchaus schwierige Praxis der Digitalisierung von Museumswerken.
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