Lance Armstrong, Tom Simpson, Jan Ullrich und Eddy Merckx - Radprofis, deren Texte die ganze Dramatik des Rennsports vermitteln; Abenteurer, die die Erde mit eigener Kraft erfahren, wie Bettina Selby, deren rotes Rad sie in den Himalaja trug, oder Axel Brümmer und Peter Glöckner, die gleich nach dem Mauerfall aufbrachen, um sich den Globus zu erstrampeln - sie alle zeigen die Faszination des Radfahrens von der sportlichen Seite. Daneben bietet diese Anthologie auch literarische Schlaglichter: etwa Maarten't Harts poetische Erinnerung an seinen stolz dahinradelnden Vater; Bernhard Schlinks melancholische Geschichte zweier Liebender, die zum ersten und einzigen Mal zusammen verreisen - für vier Tage mit den Fahrrädern aufs Land; oder Philippe Delerms Verneigung vor der klaren Geometrie eines Rennrads ...
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 30.06.2003
Der Rezensent "sfi" ist angesichts dieses Bandes mit Geschichten rund um den Radsport zwiegespalten. Zumindest für den ersten Teil des Buches, in dem Sportler von Radtouren und Rennen erzählen, empfindet "sfi" den Titel des Buches als unzutreffend. Er geißelt die dort abgedruckten Berichte als "grässliche Schweiß- und Gegenwind-Suaden" und meint, die wirklich "besten" Radgeschichten stammen eben nicht von Sportlern, sondern von Schriftstellern, wie der zweite Teil des Buches mit Texten von Skarmeta, Deforges und anderen eindrücklich belege.
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