Mit einem Vorwort von Annette Schavan und zahlreichen Farb- und Schwarzweißfotos. Bettina Flitner porträtiert in ihrem neuen Buch 25 Frauen, die in ihren Fachgebieten zur absoluten Weltspitze zählen. Wie immer blickt Flitner dabei hinter die Kulissen: Sie stellt Forscherin und Objekt in einen neuen Kontext und hält so mal ironisch, mal distanziert, aber immer einfühlsam Momente fest, die sonst vor der Öffentlichkeit verborgen bleiben.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.09.2008
Skeptisch betrachtet Rezensentin Gesine Hindemith diesen Band, der in 25 Porträts Frauen in der Forschung vorstellt. Sie hat bei dem Band, den Bildungsministerin Annette Schavan mit einem Vorwort versehen hat, den unguten Eindruck, er stelle die Wissenschaftlerinnen, da sie derart selten sind, aus "wie in einem Bildband über exotische Tiere". Dabei hat sie nichts dagegen einzuwenden, dass die Frauen als hoffnungsvolle Beispiele dargestellt werden. Die Porträts, die allesamt "brav" den Aspekt abfragten, wie die Frauen in der Männerwelt bestehen konnten, führen für Hindemith vor Augen, dass sich die Situation für Frauen in der Forschung verändert, wenn auch überaus langsam. Allerdings ärgert sie sich sehr darüber, dass der Band ausschließlich Naturwissenschaftlerinnen und keine Geisteswissenschaftlerinnen vorstellt. Sie ist bestürzt darüber, wie hier, von Schavan abgesegnet, Forschung mit Naturwissenschaft gleichgesetzt wird. Dabei hebt sie hervor, dass es die Frauen in den Geisteswissenschaften entgegen der landläufigen Meinung schwerer haben als ihre naturwissenschaftlichen Kolleginnen.
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