Nachdem die Marktöffnung in anderen Bereichen der leitungsgebundenen Infrastruktur (u.a. Telekommunikation, Strom) weit vorangeschritten ist, wächst der Druck, auch die deutsche Wasserversorgung verstärkt dem Wettbewerb zu unterstellen. In ihrer Arbeit untersucht die Autorin systematisch und umfassend die Tragfähigkeit unterschiedlicher Wettbewerbsoptionen. Sie setzt sich mit spezifischen Problemen verschiedener Formen des Wettbewerbs und ihrer Bedeutung für die Wasserversorgung auseinander und entwickelt Handlungsempfehlungen für eine wettbewerbliche Neuordnung. Diese ist - so das Fazit der Arbeit - ökonomisch geboten.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.05.2003
Sascha Tamm lobt die Untersuchung von Barbara Stuchtey sehr, denn es sei an der Zeit gewesen zu untersuchen, ob denn, wie allgemein angenommen, "tatsächlich gerade im Fall der Wasserversorgung alle guten Gründe für Privatisierung und Wettbewerb außer Kraft gesetzt werden". Wie Tamm berichtet, erörtert die Autorin ausführlich, ob es sich bei der Trinkwasserversorgung um ein "natürliches Monopol" handelt, und diskutiert Privatisierungsmöglichkeiten differenziert nach den verschiedenen Stufen der Versorgungserbringung für den Endverbraucher sowie die Einsatzmöglichkeiten einer "Yardstick Competition" genannten Regulierungsmethode. Die Autorin kommt, wie der Leser erfährt, zu dem Ergebnis, dass die Ausgestaltung möglicher Privatisierungen von der jeweilgen einzelwirtschaftlichen Situation abhängt. Tamm lobt bei all dem die "klar strukturierte und folgerichtige Darstellung"der Autorin; und merkt abschließend nur noch an, dass ein Stil, der "weniger am trockenen Wissenschaftsjargon" sich orientiert hätte, für die "wünschenswerten Verbreitung" der vorgestellten Erkenntnisse hilfreich gewesen wäre.
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